Tag der Arbeit: Für Bewegung sorgen statt auf der Stelle marschieren

"Wir sitzen alle in einem Boot. Nur wenn Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammenhalten, sind wir erfolgreich. Unser Anspruch ist, das Miteinander in der Volkswirtschaft zu stärken anstatt wie andere nur nach hinten umzuverteilen", betont ÖVP-Bundesparteiobmann Vizekanzler Reinhold Mitterlehner am heutigen Staatsfeiertag: "Wir gehen am Tag der Arbeit dorthin, wo dieses Miteinander täglich gelebt wird und wo an 365 Tagen im Jahr Enormes geleistet wird. In ein Unternehmen wie den Flughafen Wien, das wesentlicher Wirtschaftsfaktor und Beschäftigungsmotor ist", betont Mitterlehner. "Unser Ziel ist es, Österreich an die Spitze zu bringen – durch feste Wurzeln und weltoffene Visionen für die Zukunft. Darum freue ich mich sehr, dass wir heute Einblicke in die Arbeitswelt des Flughafens bekommen", verdeutlicht Mitterlehner, der mit Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, dem EU-Abgeordneten Othmar Karas und Generalsekretär Gernot Blümel den Flughafen Wien besucht. 


Gemeinsam mit Vorstandsdirektor Dr. Günther Ofner und dem Vorsitzenden des Arbeiterbetriebsrates, Thomas Faulhuber, werfen sie einen Blick hinter die Kulissen des Flughafengeschehens. "Der Flughafen steht als Tor in die Welt für Bewegung. Diese Symbolik der Bewegung, der Offenheit und des Brückenbauens ist auch unser ÖVP-Motto. Während andere marschieren und auf der Stelle treten, widmen wir uns der Bewegung und den Fragen der Zukunft", hält Mitterlehner fest.


"Beschäftigung durch erfolgreiche Wirtschaft, nachhaltiges Wachstum und ein starkes Europa – wir sind zutiefst überzeugt, dass das eine ohne das andere nicht funktioniert. Damit wir mit Österreich nach vorne an die Spitze kommen, brauchen wir Reformen und den Willen anzupacken, statt Vorschläge aus dem letzten Jahrhundert, die uns zurück werfen", so der Vizekanzler und verweist auf arbeitsplatzfeindliche und wirtschaftsschädliche Forderungen, wie jene nach Arbeitszeitverkürzung. "Statt wie andere über das Verteilen von Leistungen zu sprechen, die wir noch gar nicht erarbeitet haben, wollen wir die wichtigen Zukunftsfragen angehen. Wir brauchen eine neue Gründerzeit, die wir zum Beispiel mit Maßnahmen wie der Erleichterung des Crowdfundings unterstützen", sagt Mitterlehner. Notwendig seien auch eine nachhaltige Sicherung des Pensionssystems sowie die Weiterentwicklung des Arbeitsmarktes. "Wir wollen anpacken, wo andere nur wegschauen. Dabei geht es nicht darum, jemandem etwas wegzunehmen oder Leistungen zu kürzen, sondern das System auf langfristig sichere Beine zu stellen."


Als "zentral" bezeichnet Mitterlehner auch den weiteren Bürokratie-Abbau zur Stärkung der Unternehmer und der heimischen Wirtschaft – vor allem die Gründer-Generation müsse gestärkt werden. Die Europäische Union sei über all diesen Zielen die verbindende Klammer. "Seit unserem Beitritt zur EU hat sich Österreichs wirtschaftliche Leistung verbessert, die Exporte haben zugenommen, tausende neue Arbeitsplätze wurden geschaffen. Tatsache ist, wir leben vom Freihandel", so Mitterlehner, und verweist auf das geplante Freihandelsabkommen TTIP, das – ebenso wie zahlreiche bestehende Handelsabkommen – große Chancen für Österreich ermöglichen könnte.


Auch ÖAAB-Obfrau und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner betont am heutigen "Tag der Arbeit" die Wichtigkeit der Partnerschaft zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern: "Wir sehen uns nicht als Feinde, sondern als Partner. Wer diese Einheit gegeneinander ausspielt, handelt verantwortungslos und nicht zeitgemäß." Gerade der Flughafen Wien sei ein Zeichen für diese funktionierende Partnerschaft. "Ein sicherer Arbeitsplatz bedeutet auch eine sichere Zukunft. Die Berufswelt verändert sich allerdings laufend. Um die Schaffung und Sicherung neuer Arbeitsplätze voranzutreiben, müssen wir die Veränderungen in der Arbeitswelt wahrnehmen und entsprechend reagieren", betont Mikl-Leitner und verweist auf entsprechende Arbeitsmarktpakete, die bereits von der Regierung geschnürt wurden. Vor allem im Bereich der Digitalisierung liege laut der ÖAAB-Obfrau enormes Potenzial für einen modernen Arbeitsmarkt: "Innovation, neue Technologien, Forschung, Entwicklung, und Start ups – nur das kann die Zukunft sein. Unser Ziel ist eine moderne Arbeitsmarktpolitik, in der Solidarität und Hilfe für alle, die Unterstützung brauchen genauso im Mittelpunkt stehen, wie Leistungsorientierung, Mut und Motivation." Beim Thema "Sicherheit" bedankte sich Innenministerin Johanna Mikl-Leitner weiters für die gute Kooperation zwischen dem Innenministerium, der Polizei und dem Flughafen: "Das Thema Sicherheit hat für den Flughafen Wien große Bedeutung. Rund 22,5 Millionen Menschen haben den Flughafen im Jahr 2014 frequentiert. Von hier starten Flugzeuge in 172 Destinationen. Es handelt sich beim Flughafen um eine der sensibelsten Infrastrukturen in ganz Österreich. Hinzu kam in den vergangenen Jahren die Erweiterung Europas und der Schengen-Grenzen. Doch es ist uns gelungen, die Kriminalitätsstatistik nach unten zu bringen."


Dass Beschäftigung, Wirtschaft und Europa untrennbar zusammengehören, bekräftigte auch der ÖVP-Delegationsleiter im EU-Parlament Othmar Karas: "Die 20 Jahre seit dem EU-Beitritt sind 20 gute Jahre für Österreich gewesen. Unsere Exporte sind von 33 Milliarden Euro auf 88 Milliarden Euro gestiegen. Jährlich wurden im Durchschnitt 36.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Und wir erwirtschaften sechs von zehn Euro außerhalb Österreichs aber innerhalb Europas." Nun brauche es eine neue Aufbruchsstimmung: "Wir brauchen Willen, Mut und Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen." Der Flughafen Wien sei ein gutes Symbol dafür, dass viele Menschen den Mut haben, neues zu entdecken und Grenzen zu überschreiten. "Für uns gehören Österreich und Europa zusammen. Aber die Europäische Union ist noch nicht fertig. Jeder einzelne von uns ist gefordert, seinen Teil beizutragen, um die Zukunft dieser erfolgreichen Friedens-, Wirtschafts- und Sozialunion mitzugestalten", appelliert Karas. "In Vielfalt geeint – so lautet das Motto der Europäischen Union." Umso wichtiger sei es, an einer gemeinsamen Politik zu arbeiten – sei es im Bereich der Sicherheit, der Verteidigung oder auch der Bildung und Migrationspolitik.


Anlässlich des Jubiläums "20 Jahre EU-Beitritt" und im Vorfeld des nahenden Europatages am 9. Mai 2015, stellt ÖVP-Generalsekretär Gernot Blümel eine neue Aktion vor: "Nach 20 Jahren ist Europa für uns schon selbstverständlich geworden. In zwei Jahrzehnten tendiert man dazu, die Vorteile, an die wir uns gewöhnt haben, nicht mehr aktiv wahrzunehmen. Als die einzige Europa-Partei in Österreich sehen wir es als unsere Aufgabe, die Vorteile Europas immer aufs Neue in Erinnerung zu rufen - nicht nur, wenn EU-Wahlen stattfinden. Darum wollen wir mit der Aktion 'Europa ist für mich' möglichst viele Menschen anregen, uns zu sagen, was Europa für sie selbst bedeutet – und zwar in einem Wort", erklärt Blümel und nennt seine persönliche Verbindung zur Europäische Union, das er mit dem Wort Erasmus auf dem "Europa-Taferl" sogleich verdeutlicht: "Europa ist für mich ERASMUS. Ich habe selten so intensiv die Vorteile unseres freien und verbindenden Europas wahrgenommen, wie bei meinem Auslands-Semester in Frankreich. Europa sind wir alle! Europa ist individuell und persönlich – genau diese Vielfalt wollen wir mit dieser Aktion sichtbar machen."





Mehr Bilder gibt es unter https://www.facebook.com/oeaab oder http://www.oevp.at


Fotos: ÖVP/Jakob Glaser


< zurück