Pensionsfalle für Mütter muss beseitigt werden

ÖAAB bekräftigt nochmal seine Forderung nach der besseren Anrechnung von Kindererziehungszeiten – Kindererziehung ist ein wertvoller Beitrag für unsere Gesellschaft


„Die Gesetzeslücke, die Mütter, deren Kinder vor 2005 geboren wurden, bei der Anrechnung von Kindererziehungszeiten benachteiligt, muss mit der kommenden ASVG-Novelle geschlossen werden“, fordert ÖAAB-Generalsekretär August Wöginger erneut, der betont, dass auf parlamentarischer Ebene bereits seit längerem intensive Gespräche dazu stattfinden, die jetzt anscheinend auch von den Grünen wahrgenommen wurden. „Es kann und darf nicht sein, dass bei den Müttern Unterschiede gemacht werden, wenn es darum geht, die für die Eigenpension notwendigen 15 Beitragsjahre zu erreichen.“ 


Der Oberste Gerichtshof hatte bereits festgestellt, dass die bestehende gesetzliche Regelung nicht ausreicht, weil sie nur in den Gesetzeserläuterungen festgeschrieben ist. Damit ASVG-Versicherte eine etwaige Lücke für den Pensionsanspruch mit der Anrechnung von Kindererziehungszeiten auffüllen können, ist eine gesetzliche Verankerung notwendig. „Hier muss Sozialminister Hundstorfer dringend handeln, damit dieser Mangel bei der kommenden ASVG-Novelle beseitigt werden kann“, so Wöginger weiter, der zudem auf die langjährige ÖAAB-Forderung nach der Anrechnung von vier Jahren pro Kind für die Pension hinweist, und zwar unabhängig vom Abstand der Geburten. „Für uns ist jedes Kind ist gleich viel wert – es darf bei der Anrechnung kein Nachteil sein, wenn die Kinder in kürzeren Abständen geboren wurden.“


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