Karl Nehammer ist neuer Landesobmann des ÖAAB Wien

100 Prozent Zustimmung für neuen Landesobmann - Goldenes Ehrenzeichen des ÖAAB für Gabriele Tamandl    

 


Karl Nehammer wurde beim 25. Landestag des ÖAAB Wien am 16. November einstimmig zum neuen Landesobmann des ÖAAB Wien gewählt. Seine Stellvertreterinnen und Stellvertreter Ingrid Kaindl, Alexandra Lugert, Wolfgang Gerstl, Erol Holawatsch, Norbert Schnedl und Thomas Rasch wurden ebenso mit großen Mehrheiten gewählt. Seine Vorgängerin erhielt das Goldene Ehrenzeichen des ÖAAB und wurde von Nehammer in höchsten Tönen gelobt: „Danke, Gaby, für all Deine Leistungen!“    


Nehammer betonte, dass Themen wie soziale Sicherheit, Familie und Arbeit alle Menschen berühren. „Viele bestätigen, dass das, was wir vertreten, das betrifft, was die Menschen bewegt. Es gibt einige Säulen, die für uns wichtig sind“, so Nehammer: Soziale Sicherheit bedeute jenen zu helfen, die arbeiten wollen und nicht können: „Aber nicht jenen, die arbeiten könnten, aber nicht wollen.“


Menschen, die bereit seien, etwas zu leisten, müssten auch belohnt werden. Das gelte auch bei der Mindestsicherung, wo Niederösterreich einen Weg aufgezeigt habe: „Helfen ja, aber mit Augenmaß und Hausverstand. Mindestsicherung ja, aber auch Mindestlohn von 1.600 Euro. Den anderen ist egal, woher das Geld kommt. Wir sagen, dort wo es geht. Das ist Leistungsgedanke, das ist christlich-soziale Arbeitnehmerpolitik.“


Nehammer erwähnte weiters leistbares Wohnen mit Eigentumsoption und Standortsicherung und ging dann auf Digitalisierung und Flexibilisierung als neue Herausforderungen ein: „Das kommt auf uns zu. Aber nicht als Hemmschuh oder Gefahr. Wir wollen Probleme erkennen und benennen. Aber wir wollen auch Mut machen, Lösungen aufzeigen. Das ist der schwierigere Weg, aber der gute Weg.“ „Mut machen“ sei die Devise in allen Bereichen, auch bei der Arbeitszeitflexibilisierung: „Wir wollen einen ernsthaften Dialog mit der Wirtschaft führen, Flexibilität darf aber keine Einbahnstraße sein. Flexibilität muss sich für beide lohnen. Für Arbeitnehmer muss das mehr Geld oder mehr Freizeit bedeuten.“ Das Zeitwertkonto bezeichnete er in diesem Zusammenhang als zukunftsweisendes Projekt.


Weitere Themen seiner Rede waren Bildung - „wenn 35 Prozent der hunderttausenden Arbeitslosen in Wien nur Pflichtschulabschuss haben, ist das ein Thema“ - und das Bekenntnis zur Leistung der Pädagoginnen und Pädagogen: „Die Last tragen die Lehrerinnen und Lehrer. Der einfache Weg ist, diese zu verurteilen. Der schwierige ist, die Leistung der Pädagoginnen und Pädagogen anzuerkennen und die Menschen zu begleiten.“ Man müsse auch an Eltern- und Eigenverantwortung erinnern.


Der ÖAAB stehe unter anderem für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und für Steuergerechtigkeit. „Ich bin keiner, der Gräben gräbt, ich bin einer, der Brücken baut. ÖAAB, FCG, Bezirksgruppen und Betriebsgruppen. Wir alle gemeinsam stehen für eine christlich-soziale Arbeitnehmerpolitik! Mit Eurer Stimme und Eurer Unterstützung können wir es schaffen. Gemeinsam werden wir draußen sein und diese Politik umsetzen“, so Nehammer abschließend.

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