"Flexibilisierung der Arbeitszeit darf keine Einbahnstraße sein!"

Die Neugestaltung der Arbeitszeit ist in aller Munde. "Für den ÖAAB gilt: Flexibilität darf niemals eine Einbahnstraße sein, beide Seiten, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber, müssen davon profitieren", so Bundesobmann August Wöginger und Generalsekretär Karl Nehammer.

 


„Als ÖAAB bemühen wir uns schon seit geraumer Zeit um mehr Sachlichkeit in der für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und die Wirtschaft gleichermaßen wichtigen Frage der Neugestaltung der Arbeitszeit, so Wöginger und Nehammer, die auf die langjährige ÖAAB-Forderung nach Einführung des Zeitwertkontos auch in der Privatwirtschaft hinweisen: „Das Zeitwertkonto bietet eine gute Möglichkeit Auftragsspitzen in den Unternehmen abzudecken, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können diese Mehrleistungen ansparen und in Form von Freizeit zu einem späteren Zeitpunkt konsumieren.“


Das ÖAAB-Modell des Zeitwertkontos, das am 27. ordentlichen Bundestag einstimmig beschlossen wurde und auch im Regierungsprogramm verankert ist, sieht vor, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer selbst entscheiden können, ob sie Überstunden, Zulagen, Prämien oder Sonderzahlungen steuerbegünstigt auf ein Konto überweisen lassen, um sich später eine Auszeit ohne Abstriche leisten zu können. Das Modell des Zeitwertkontos beruht auf Freiwilligkeit, es besteht jedoch ein Rechtsanspruch für die Konsumation der angesparten Freizeit rechtzeitig vor dem Pensionsantritt. Wofür diese Auszeit verwendet wird, bleibt der oder dem Einzelnen überlassen.


"Flexibilität und Leistung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen sich lohnen. Das heißt: Mehr Geld oder mehr Freizeit. Flexibles Arbeiten benötigt jedoch auch flexible Kinderbetreuungseinrichtungen, hier gibt es Aufholbedarf! Weiterhin setzen wir uns auch für den Schutz des arbeitsfreien Sonntags, dem Tag der Familie, der Vereine und der Erholung, ein", so Bundesobmann Wöginger und Generalsekretär Nehammer. 

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