Bildungsreform: Mitwirkungsrecht von Eltern und Lehrkräften gesichert. Vielfalt erhalten.

Mit der Einigung von ÖVP, SPÖ und Grünen in Sachen Bildungsreform wird ein weiterer Punkt der Regierungsvorhaben abgearbeitet. Das Paket wurde zwei Jahre lang intensiv verhandelt und ist nun ein Kompromiss dreier Parteien. Es ist ein Organisationspaket, das aber einige positive Weiterentwicklungen wie die Stärkung der Autonomie an Schulstandorten sowie Transparenz in der Schulverwaltung bringt.

 


Wesentliche Punkte konnten in die richtige Richtung gelenkt werden: Die Freiwilligkeit für die Schulclusterbildung wurde verankert, die dezentralen Strukturen bleiben genauso erhalten wie die Gymnasien und auch die Sonderschulen – die Vielfalt des Bildungssystems ist daher weiterhin gewährleistet.


Betreffend der vieldiskutierten Modellregionen für die gemeinsame Schule ist es gelungen, ein Zustimmungsrecht sowohl von Eltern als auch Lehrerinnen und Lehrern am Schulstandort zu verankern. Damit ist sichergestellt, dass gegen den Willen von Eltern und Lehrkräften keine Modellregion eingeführt werden kann!


Die Klassenschülerzahl gilt es jedoch ganz besonders in den Ballungszentren im Auge zu behalten. Im Sinne der Kinder dürfen keine überfüllten Klassenzimmer entstehen. Schulen mit Migrationsherausforderung in den Städten oder Kleinstschulen am Land: Die Kinder und die Lehrkräfte brauchen da und dort bestmögliche Rahmenbedingungen.


„Das österreichische Bildungssystem ist viel besser als dargestellt. Unser Dank gilt allen Lehrervertreterinnen und -vertretern, den Pädagoginnen und Pädagogen sowie allen Eltern, die sich mit viel Engagement aktiv für die beste Bildung unserer Kinder einsetzen. Gute Bildung kostet aber auch Geld. Für die Bereitstellung der notwendigen Mittel setzen wir uns weiterhin ein", so ÖAAB-Bundesobmann August Wöginger und Generalsekretär Karl Nehammer. 

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