Aufklappen Michael Spindelegger
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ÖAAB nimmt sich "atypischer Beschäftigung" an

ÖAAB nimmt sich "atypischer Beschäftigung" an - für Regelungen laut Spindelegger Rahmen nötig - bei Klausur auch steuerliche Entlastung der Arbeit und Leistungsorientierung Thema


Graz (APA) - Mit der Arbeit der Zukunft beschäftigt sich die Bundesvorstandsklausur des ÖAAB bis morgen, Samstag, in Graz. Wie Bundesobmann Minister Michael Spindelegger am Freitag vor Beginn der Veranstaltung sagte, gehe es einerseits um die bessere Nutzung von Exportchancen zur Schaffung neuer Jobs, andererseits um die Entlastung der Arbeit und mehr Leistungsorientierung. Auch will sich der ÖVP-Arbeitnehmerbund stärker dem Phänomen der atypischen Beschäftigung annehmen - Regelungen müssten kommen.

 

Der steirische ÖAAB-Chef Christopher Drexler sprach von der "Generation Praktikum" und "suboptimalen Bedingungen für den Berufseinstieg", derer man sich annehmen müsse. So sollte etwa eine zeitliche Befristung und ein arbeitsrechtlicher Rahmen definiert werden, so Spindelegger. Dem Problem eines "zweiten, ungeregelten Arbeitsmarktes" wolle man einerseits mit Anreizen - etwa eine einjährigen Steuerbefreiung für den ersten Angestellten von Kleinstunternehmen - andererseits mit Sanktionen begegnen, "sonst werden wir auf Dauer die Republik der atypisch Beschäftigten".

 

"Der Faktor Arbeit muss steuerlich entlastet werden", ist eine weitere, nicht unbedingt neue Botschaft, wobei die Grundlagen laut Spindelegger jetzt parallel mit der Neuordnung des Kapitalmarktes geschaffen werden müssten. Einen Schub in Richtung Leistungsorientierung würde sich der ÖAAB-Obmann von einem Gewinnbeteiligungsmodell erwarten, wie es z.B. bei einigen Unternehmen der Papierindustrie praktiziert wird und das engagierten Mitarbeitern einen Bonus von bis zu sechs Monatsgehältern bringe. Viel hält Spindelegger auch von einem Zeitwertkonto, wie es im oberösterreichischen Landesdienst eingeführt worden sei, das eine selbstbestimmte Flexibilisierung der Arbeitszeit bringe.

 

In Sachen Erschließung neuer Exportmärkte erwähnte der Minister Brasilien, wo sich Kooperationen im Umwelttechnikbereich anböten, und die Schwarzmeerregion, wo mit der Eröffnung einer Botschaft in Baku übernächste Woche ein Signal gesetzt werde. Zumal jeder zweite Job in Österreich am Export hänge, könne hier arbeitsmarktpolitisch viel bewegt werden.
(Schluss) wp/bei

 

Quelle: APA (Austria Presse Agentur)

 



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