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| ÖAAB - Information - Thema BERUF |
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Vollbeschäftigung für Alt und Jung
Österreich weist im internationalen Vergleich weltweit eine der besten Beschäftigungsquoten auf, und der Beschäftigtenstand wächst noch weiter. Dieses Faktum sollte uns aber Schwachstellen in der Beschäftigtenstruktur nicht übersehen lassen.
Österreichs Arbeitsmarkt zeigt 2002 eine Rekordbeschäftigungsquote, die über dem Ziel des NAP (Nationaler Beschäftigungsplan) und um über 100.000 Beschäftigte über dem Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre liegt. Auf der anderen Seite sind hohe Arbeitslosenzahlen zu verzeichnen. Aber auch im Bereich der Arbeitslosigkeit nimmt Österreich EU-weit nicht nur einen Spitzenplatz in der Bekämpfung ein, wir sind auch am Spitzenplatz der EU mit der niedrigsten Jugendarbeitslosigkeit.
Partnerschaft für die Jugend
Österreich hat zwar in der EU die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit, dennoch ist jeder arbeitslose Jugendlicher einer zu viel. Die persönliche Betroffenheit bei jenen, die am Beginn ihrer Berufslaufbahn stehen, ist besonders groß. Jedem einzelnen Jugendlichen soll entweder ein Ausbildungsplatz oder eine Arbeitsstelle zur Verfügung gestellt werden.
Besonders wichtig ist dabei die Entlastung derer, die Lehrlinge einstellen. So wurde die Lehrlingsausbildungs-Prämie von 1.000 Euro pro Jahr und Lehrling beschlossen, die insgesamt rund 120 Millionen Euro kosten wird. Für die Finanzierung wird die Wirtschaft auf eine Lohnnebenkostensenkung aus dem Insolvenzfonds verzichten.
Ziel des ÖAAB ist es, mit einer integrativen Berufsausbildung auch Jugendlichen mit Behinderung, Lernschwächen oder sozialen Auffälligkeiten zu einem Abschluss oder Teilabschluss zu verhelfen.
Weiters muss es möglich sein, durch verstärkte Information der Betriebe Eltern und betroffenen Jugendlichen zu einer besseren Berufsberatung und zu einer allgemein verbesserten Wahrnehmung der Bildungs- und Arbeitschancen zu bieten.
Gleiche Chancen schaffen
Diskriminierungen im Arbeitsleben aufgrund des Alters oder des Geschlechts müssen in Zukunft rechtlich wirksam verhindert werden. Der ÖAAB will durch ein Bündel an Maßnahmen die Position jener Menschen verbessern, die einen Arbeitsplatz besitzen, und gleichzeitig aber jene Hürden abbauen, die es Menschen ohne Arbeit erschweren, in das Berufsleben zurückzukommen.
Gleich hohe Bedeutung wird der beruflichen Gleichstellung von Frauen und Männern zugemessen. "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!" heißt die Maxime unserer Politik.
Kontinuität in der Arbeitsmarktpolitik
Angesichts der demographischen Entwicklung wird sich das Problem des Fachkräftemangels ungeachtet konjunktureller Schwankungen langfristig stellen. Das verbessert ganz automatisch auch die Situation der älteren Arbeitnehmer, wenn - und das ist der springende Punkt - deren Qualifikation entspricht. Genau hier muss die Arbeitsmarktpolitik ansetzen und entsprechende Mittel auch für jene Arbeitnehmer bereitstellen, die im Erwerbsleben stehen.
Wir wollen, dass schon heute mit langfristig konzipierten Qualifizierungsmaßnahmen begonnen wird, damit unsere Wirtschaft den nächsten wirtschaftlichen Aufschwung ohne Zeitverzögerung nutzen kann.
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