Karenzzeiten wie Arbeitszeiten bewerten

Bei den Verhandlungen zu den Kollektivverträgen die Anrechnung der Karenzzeiten nicht vergessen, so ÖAAB-Generalsekretär Abg.z.NR Christoph Zarits. Karenzzeiten sollen wie Arbeitszeiten bewertet werden. Eine langjährige Forderung des ÖAAB soll nun endlich Wirklichkeit werden!


„Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit darf nicht nur ein Slogan bleiben, hier müssen endlich wirksame Maßnahmen ergriffen werden. Die laufenden Kollektivvertragsverhandlungen sollten gleich für eine Verbesserung der strukturellen Probleme in den Gehaltssystemen genutzt werden“, so ÖAAB-Generalsekretär Abg.z.NR Christoph Zarits. 


„Die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern klafft in Österreich nach wie vor weit auseinander - sogar noch deutlicher als im europäischen Durchschnitt. Männer verdienen im Schnitt 20 Prozent mehr als Frauen. Ein Ansatzpunkt diese Ungerechtigkeit auszugleichen, ist die Anrechnung der Karenzzeiten bei den Gehaltserhöhungen in allen Kollektiverträgen“, so Zarits weiter.


„In rund 30 Prozent der größeren Kollektivverträge gibt es eine Anrechnung bereits, jedoch ist dies nicht einheitlich geregelt. Manche sehen eine Anrechnung der Karenzzeiten von acht, zehn bis zu 22 Monaten bereits vor, jedoch noch nicht alle“, erklärt der Generalsekretär.


„Nützen wir die Chance jetzt! Verankern wir eine einheitliche Anrechnung der Karenzzeiten von 24 Monaten auf Gehaltserhöhungen in allen Kollektivverträgen. Es kann doch nicht sein, dass Menschen finanziell ihr ganzes Berufsleben schlechter gestellt sind, nur weil sie sich für Familie und Kinder entschieden haben. Und weil sie zufällig einem Kollektivvertrag unterliegen, der eine Anrechnung nicht vorsieht“, betont Zarits abschließend. 


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