Sensibilisieren statt skandalisieren muss das Motto des Equal Pay Day sein!

Die Benachteiligung der Frauen in den Gehaltssystemen setzt sich auch in der Pension fort, daher ist eine frühzeitige Information von Nöten.        


 „Der morgige Equal Pay Day soll einen Anstoß für mehr Gleichberechtigung und zur Gleichstellung zwischen Frauen und Männern geben, um auf vorhandene Missstände aufmerksam zu machen. Jedoch ist es an der Zeit, einen Umdenkprozess zu starten und über die Ursachen dieser Ungerechtigkeiten zu informieren, statt zu skandalisiern“, ist ÖAAB-Generalsekretär Abg.z.NR Christoph Zarits überzeugt.


„Die Gründe diese Benachteiligungen liegen auf der Hand: lange Erwerbsunterbrechungen aufgrund von Kinderbetreuungspflichten beziehungsweise aufgrund der Pflege von Angehörigen, niedriger entlohnte Branchen, in denen vorwiegend Frauen arbeiten und wenige weibliche Führungskräfte, haben sich in den vergangenen Jahren kaum verändert. Zwar ist dem ÖAAB in den vergangenen Jahren gelungen, dass in fast allen Kollektivverträgen die Karenzzeiten bis zu 24 Monate angerechnet werden, dennoch sind die finanzielle Unterschiede noch zu spüren“, betont ÖAAB-Bundesfrauenvorsitzende Abg.z.NR Gertraud Salzmann. „Diese Unterschiede setzen sich auch in der Pension fort, denn Pensionistinnen erhalten im Schnitt knapp 40 Prozent weniger Pension als Männer", so Salzmann weiter.


„Um Arbeitnehmerinnen bei der Sicherung ihrer wirtschaftlichen Unabhängigkeit im Erwerbsleben und in der Pension zu unterstützen, braucht es eine vorausschauende Planung und Zielsetzung vor, während und nach Karenz- und Auszeiten, aber auch die Planung des Eintritts in die Pension und die Gestaltung der Zeit davor. Hier sind die Unternehmen gefordert, aber auch wir als Arbeitnehmervertretung“, setzt ÖVP-Frauensprecherin Abg.z.NR Elisabeth Pfurtscheller fort und weiter: „Außerdem halte ich es für unabdingbar, dass Familienarbeit gerechter auf beide Partner aufgeteilt werden muss“.


„Besonders Frauen in Teilzeit müssen über die finanziellen Auswirkungen in der Pension aufgeklärt werden. Die Bundesregierung plant in ihrem Regierungsprogramm einen Teilzeitrechner, der zu einer Sensibilisierung dienen soll, aber gleichzeitig auch helfen kann, die Absicherung im Alter besser zu planen“, ist Salzmann überzeugt.


„Information ist der Schlüssel zum Erfolg, um die Gleichstellung von Frauen am Arbeitsmarkt und deren soziale Absicherung in die richtigen Bahnen zu bringen“, so der ÖAAB-Generalsekretär abschließend.

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