Verbesserungen bei Kurzarbeit für die Gastronomie

Für den November-Lockdown sind neue Regeln für die Kurzarbeit notwendig. „Kurzarbeit 3“, wie Arbeitsministerin Christine Aschbacher die neue Regelung nennt, wurden gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeitet. Besonders Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Gastronomie und Hotellerie profitieren von dem neuen Modell, da diese Branchen von dem Teil-Lockdown besonders betroffen sind. 


„Wir haben bis jetzt in der Corona-Kurzarbeit 1,3 Millionen Arbeitsplätze sichern können“, das sei auch weiterhin das Ziel dieser neuen Maßnahmen. "Die Kurzarbeit gilt es vor Kündigungen in Anspruch zu nehmen", sagte Arbeitsministerin Aschbacher. Sie sprach davon, dass das Virus eingedämmt aber trotzdem weitergearbeitet werden müsse. Es sei wichtig, dass die Mitarbeiter gehalten werden, "damit man wenn es wieder losgeht mit dem bewährten Team weiterarbeiten kann".


Bei der Kurzarbeit ist vorgesehen, dass die Mitarbeiter nicht - wie derzeit geregelt - 30 Prozent arbeiten müssen, sondern nur 10 Prozent, wie schon im Frühjahr. Da der Durchrechnungszeitraum (verlängert bis 31. März 2021) länger ist als nur ein Monat, können die Mitarbeiter im November ganz zu Hause bleiben, bei bis zu 90 Prozent des Gehalts. So können Betriebe, die im November gesperrt werden, die Kurzarbeit anwenden, sofern keine Mitarbeiter gekündigt werden. Sie haben dann Anspruch auf 80 Prozent Umsatz-Ersatz,  - als Basis wird der Umsatz vom November des Vorjahres genommen.


Jene Arbeitnehmer aus der Gastronomie und Hotellerie müssen seit Monaten mit einem geringeren Entgelt auskommen, aber vor allem auch auf Trinkgeld verzichten. Das Trinkgeld ist ein essenzieller Bestandteil des Gehalts, deshalb bekommen die Betroffenen 100 Euro Netto im Monat als Ersatzzahlung für die Dauer des Lockdowns.


Verbesserungen bei der Kurzarbeit für die Gastronomie und die Hotellerie:

  • Die Arbeitszeitreduktion auf bis zu 0 Prozent ist möglich. Betroffene Mitarbeiter werden weiterhin 80-90 Proeznt ihres Nettoeinkommens erhalten
  • Rückwirkung: Das verbesserte Modell der Kurzarbeit kann im Laufe des Novembers auch rückwirkend für Start mit 1. November beantragt werden.
  • Bereits beantragte Kurzarbeit muss nicht neuerlichen beantragt werden
  • Erleichterungen bei der Beantragung und Rückmeldung innerhalb von 72 Stunden
  • Die von der Trinkgeldpauschale umfassten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten zusätzlich 100 EUR als Corona-Prämie - dies wird im November vom AMS ausbezahlt.

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