Frühstarterbonus macht Pensionssystem gerechter und bringt bis zu 840 Euro pro Jahr

Neues System vor allem Signal an Frauen und all jene, die früh zu arbeiten begonnen haben


Eine Einigung im Zusammenhang mit dem Frühstarterbonus verkündete ÖVP-Klubobmann August Wöginger in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Grünen Klubobfrau Sigrid Maurer. Ziel sei, eine gerechtere Situation durch die Wiedereinführung eines Bonus-Malus-Systems bei der Langzeitversichertenregelung herzustellen.


Der ÖVP sei es ein Anliegen, jene Systematik wiedereinzuführen, wie sie die ÖVP bereits mit der SPÖ einmal umgesetzt habe. Er, Wöginger, habe damals selbst mit dem damaligen Sozialminister Rudolf Hundstorfer verhandelt, der dieses Bonus-Malus-System auf den Weg gebracht habe. "Wir wollen diese Pensionsart wieder einführen, weil dies ein Anreizsystem ist, dass man länger im Erwerbsleben bleibt und das System nachhaltiger macht", unterstreicht der Klubobmann.


Um wirklich jene zu unterstützen, die nach der Pflichtschule zu arbeiten oder eine Lehre begonnen haben, soll es einen Frühstarterbonus geben. Einen Anspruch auf diesen sollen jene haben, die zwischen dem 15. und 20. Lebensjahr mindestens zwölf Monate beschäftigt waren und insgesamt zumindest 25 Jahre Beiträge zur Pensionsversicherung geleistet haben. Jedes Monat zwischen 15 und 20 Jahren wird mit einem Euro bewertet – bei maximal fünf Beitragsjahren ergeben sich somit bei Pensionsantritt 840 Euro pro Jahr.


Der Frühstarterbonus soll mit Auslaufen der Abschlagsfreiheit mit 1. Jänner 2022 starten. Dieser Zeitraum ist erforderlich, um den notwendigen Vertrauensschutz zu gewähren und auch für die angehenden Pensionistinnen und Pensionisten Planbarkeit gegeben ist.


Die Regelung würde das System gerechter machen. Jene, die derzeit von der Hacklerregelung profitieren, seien Pensionist/innen mit den höchsten Pensionen. Diese Einigung sei letzten Endes auch ein Signal an viele Frauen, die früh zu arbeiten begonnen hätten, etwa als Verkäuferinnen, Bürokauffrauen und Friseurinnen. Sie würden bis zu 60 Euro pro Monat an Pension dazu erhalten. "Die Frauenpensionen werden aufgewertet", hob Wöginger hervor.


Wir schaffen damit ein gerechtes System und unterstützen vor allem jene, die unmittelbar nach der Pflichtschule mit einer beruflichen Tätigkeit begonnen haben, dankte Wöginger auch dem Koalitionspartner, dass man sich auf diese Maßnahme verständigen konnte. Der Frühstarterbonus soll Freitag im Plenum beschlossen werden, die Abänderungsanträge würden der Opposition rechtzeitig übermittelt werden.


"Diese Regierung setzt wichtige Maßnahmen, um die Pensionist/innen mit niedrigen Pensionen zu unterstützen", hob der Klubobmann abschließend auch die Anhebung kleiner Pensionen bis 1.000 Euro um 3,5 Prozent hervor. 

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