Frühstarterbonus schafft ein faires und gerechtes Pensionssystem, das allen Menschen im Alter ein würdiges Leben bringt

Die Langzeitversichertenregelung wird in ihre ursprüngliche Form zurückgeführt, und damit die Ungerechtigkeiten gegenüber Frauen, Beamten und der Jugend abgeschafft. Gleichzeitig wird ein Frühstarterbonus eingeführt, der ein frühes Arbeiten belohnt. Wer mit 15 Jahren zu arbeiten beginnt und bis zum 20. Geburtstag fünf Beitragsjahre erreicht, bekommt bei Pensionsantritt pro Monat 60 Euro mehr, das bedeutet pro Jahr 840 Euro mehr.  


„Der Grundsatz ‚45 Jahre müssen sich lohnen – auch bei den Pensionen‘ steht für den ÖAAB immer schon im Mittelpunkt. Jeder arbeitende Mensch in Österreich kann sich darauf verlassen, dass der ÖAAB darauf achtet, dass die arbeitenden Menschen in Österreich gerechte und faire Rahmenbedingungen vorfinden. Gerade darum ist es wesentlich, das von der SPÖ und FPÖ im September 2019 eingeführte ‚Wahlzuckerl‘ wieder rückgängig zu machen, und die Langzeitversichertenregelung in die ursprüngliche Form mit Abschlägen zurückzuführen. Gleichzeitig entwickeln wir mit dem Frühstarterbonus unser Pensionssystem weiter zu einem gerechteren System, das die Lebensrealitäten der arbeitenden Menschen besser widerspiegelt“, ist ÖAAB-Bundesobmann KO Abg.z.NR August Wöginger überzeugt.


„Wir schaffen die sogenannte Hacklerregelung nicht ab, auch wenn das von vielen behauptet wird. Es ist nach wie vor möglich, mit 62 nach 45 Beitragsjahren – also vor dem Regelpensionsalter – in Pension zu gehen. Wir schaffen nur die Ungerechtigkeiten gegenüber Frauen, Beamtinnen und Beamten sowie gegenüber den Menschen, die mit Abschlägen in Pension gegangen sind, ab. Und schützen damit auch die jüngeren Generationen, um ihnen die finanzielle Bürde, die durch die Mehrkosten der Abschlagsfreiheit entstehen, wieder zu nehmen. Genau aus diesem Grund ist die Abschlagsfreiheit schon einmal und zwar von dem sozialdemokratischen Sozialminister Hundstorfer beseitigt worden“, erklärt ÖAAB-Generalsekretär Abg.z.NR Christoph Zarits weiter.


„Daher setzen wir uns mit der Reform des Pensionssystems mit einem Bonus-Malus-System in Form der Abschlagsystematik dafür ein, Anreize zu schaffen, dass man länger im Erwerbsleben bleibt. Gleichzeitig wird das System nachhaltiger und damit gerechter“, so Wöginger weiter.


„Mit dem Frühstarterbonus unterstützen wir jene die gleich nach der Pflichtschule zu arbeiten begonnen oder eine Lehre angefangen haben. Gerade die Erwerbszeiten, die zwischen dem 15. und 20. Lebensjahr erworben wurden, werden jetzt honoriert. Jedes Monat zwischen diesem Zeitraum wird mit einem Euro bewertet – bei maximal fünf Beitragsjahren ergeben sich somit bei Pensionsantritt 840 Euro pro Jahr mehr“, erklärt Zarits.


„Besonders Frauen profitieren von diesem neuen Bonus. Und er wirkt im Kampf gegen Altersarmut, dem sich die Bundesregierung auch im Regierungsprogramm angenommen hat. Nicht zuletzt mit der Pensionserhöhung für das Jahr 2021 wird bereits ein deutliches Zeichen gesetzt, um Pensionistinnen und Pensionisten mit niedrigen Pensionen zu unterstützen", hob der ÖAAB-Bundesobmann abschließend auch die Anhebung kleiner Pensionen bis 1.000 Euro um 3,5 Prozent hervor.


Was ist der Frühstarterbonus?

Für jeden gearbeiteten Monat zwischen 15 und 20 Jahren wird die Pension um einen Euro pro Monat erhöht.

Wer also mit 15 Jahren zu arbeiten beginnt und bis zum 20. Geburtstag fünf Beitragsjahre erreicht, bekommt bei Pensionsantritt pro Monat 60 Euro und pro Jahr 840 Euro mehr.

Der Frühstarterbonus wird ausbezahlt, wenn:

  • mindestens zwölf Beitragsmonate (aufgrund Erwerbstätigkeit) zur Pensionsversicherung zwischen 15 und 20 Jahren geleistet wurden 
  • und insgesamt 25 Beitragsjahre erreicht wurden.
Vom Frühstarterbonus profitieren nun endlich auch diejenigen, die bisher keine Chance auf die abschlagsfreie Langzeitversichertenpension hatten.

Die Anzahl der Anspruchsberechtigten kann somit versechsfacht werden!

 

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