Wie funktioniert die AK-Wahl 2019?

Alle fünf Jahre wird das Parlament der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gewählt, um die politische Richtung der Arbeiterkammer (AK) zu bestimmen. Im Frühjahr 2019 ist es wieder soweit. Die Arbeiterkammer (AK) ist die offizielle Stimme der arbeitenden Menschen in Österreich und vertritt 3,6 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Sie ist eine lebendige Demokratie, in der die Mitglieder die politische Richtung in Wahlen bestimmen.



In keinem Parlament gibt es so viele Fraktionen wie in der AK: Insgesamt sind 18 verschiedene Listen in den einzelnen Arbeiterkammern vertreten. Neueste Umfragen bescheinigen, dass mehr als 70 Prozent der Bevölkerung der AK vertrauen, die Zufriedenheit bei den Mitgliedern ist außerordentlich hoch. In sieben Bundesländern hält die FSG die absolute Mehrheit, in Tirol und Vorarlberg die FCG/ÖAAB. An die Wahlurnen geht es ab Jänner 2019, die Vorbereitungen für die AK Wahlen 2019 sind aber schon jetzt in vollem Gang.


Warum soll man wählen?

Weil nur eine starke AK die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durchsetzen kann. Mit der Stimmabgabe bestimmt man den politischen Kurs der Interessenvertretung für die nächsten fünf Jahre mit.


Wen wählt man?

Bei der alle fünf Jahre stattfindenden Arbeiterkammerwahl wird in jedem der neun Bundesländer eine Vollversammlung gewählt. Diese hat im Burgenland 50, in Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg 70, in Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark 110 und in Wien 180 Mitglieder. Die gewählten Kammerrätinnen und Kammerräte wählen dann die Präsidentin bzw. den Präsidenten der jeweiligen Länderkammer. Das Ergebnis der AK-Wahl bestimmt auch die Zusammensetzung der Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer, die wiederum die Präsidentin bzw. den Präsidenten der Bundesarbeitskammer wählt. 


Wie wählt man?

Man kann direkt im Betrieb wählen, wenn dort ein Betriebswahlsprengel eingerichtet wird. In den meisten großen und mittleren Unternehmen ist dies der Fall. Oder man gibt durch Briefwahl die Stimme ab. Die Zusendung der Wahlkarte für die Briefwahl erfolgt automatisch, wenn in dem Betrieb kein Wahllokal vorhanden ist, beziehungsweise man keinem Sprengel für die Wahl im Betrieb zugeordnet werden kann. Es gibt darüber hinaus noch die Möglichkeit persönlich in einem der öffentlichen Wahllokale zu wählen.


Wer darf bei der AK-Wahl wählen?

Wahlberechtigt sind alle Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer, die am Stichtag (von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich) in einem kammerzugehörigen Beschäftigungsverhältnis stehen. Auch freie Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer sind wahlberechtigt. Personen in Karenz, Präsenz- oder Zivildiener sind nur in Verbindung mit einem aufrechten, kammerzugehörigen Beschäftigungsverhältnis wahlberechtigt. 

Lehrlinge (ohne Altersbeschränkung), Personen in Karenz, geringfügig Beschäftigte (auch geringfügig beschäftigte freie Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer), Arbeitslose, Präsenz- oder Zivildiener müssen sich in die Wählerliste eintragen lassen, um wahlberechtigt zu sein.



Die Wahltermine im Überblick: 

AK Tirol und AK Vorarlberg: 28.01. - 07.02.2019

AK Salzburg: 28.01. - 08.02.2019

AK Kärnten: 04.03. - 13.03.2019

AK Oberösterreich: 19.03. - 01.04.2019

AK Burgenland, AK Niederösterreich und AK Wien: 20.03. - 02.04.2019

AK Steiermark: 28.03. - 10.04.2019

 

 

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